Eurasien - Politik

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Der Journalismus wird als alter Beruf bezeichnet und Journalisten gelten als unehrliche Schreiber und Propagandisten. Für diese Bezeichnung gibt es leider genügend Gründe. Dies ist aber nicht die bitterste Tatsache. Schlimmer ist, wenn eine Lügen und Versuche, die öffentliche Meinung zu manipulieren, als gewöhnliche Angelegenheit, wie etwa die Werbung von Coca-Cola, wahrgenommen werden. Oft wird die unverschleierte Lüge, die auf die Diskreditierung der Opponenten gezielt ist, in der Presse veröffentlicht, was aber zu keinen rechtlichen Folgen führt.

Eine der einschlägig „erfahrenen" Journalisten ist Frau Irina Petruschowa. Sie positioniert sich als ehrliche professionelle Journalistin, lügt aber zugleich sehr oft. Sie lernte die Demokratie in den westlichen Ländern kennen und beschuldigt gleichzeitig diese Länder, dass sie an einem Demokratiedefizit leiden. Früher hat Frau Petruschowa die postsowjetischen Republiken hart kritisiert und war dabei bei den Lesern nicht populär. Neulich hat sie angefangen die „heiligen" Länder wie Frankreich und Großbritannien darauf hinzuweisen, wie sie die Menschenrechte achten sollen. Und diktierte darüber hinaus ihren Willen. Sie warf Paris und London in der Angelegenheit des „Dissidenten" aus Kasachstan Muchtar Abljasow Verkäuflichkeit vor.

Ein Londoner Gericht verurteilte diesen internationalen Verbrecher im Rahmen eines Zivilrechtsverfahrens zu 22 Monaten Haft. Frankreich entschied sich dafür, den Mafiachef Abljasow nach Moskau auszuliefern.

Frau Petruschowa warf sich als eine „ehrliche" und „unbestechliche" Journalistin für den„unschuldigen" Herrn Abljasow in die Bresche. Sie missachtete dabei alle möglichen Normen der journalistischen Ethik, verwechselte die Fakten und stellte die Richter als Schmiergeldnehmer und dämliche Beamten dar, die nicht kritisch denken können. Alle sollten ihre eigene Version der Wahrheit konsumieren! Frau Petruschowa stellt zudem den Verbrecher Abljasow als einen politischen Opponenten der Regierung in Kasachstan dar und beschwert sich, dass man in Großbritannien und Frankreich diese wahren Hintergründe nicht verstehen will. „Er ist der Führer der demokratischen Opposition in Kasachstan und unterstützte viele Jahre diese Opposition maßgeblich", schreibt die Journalistin und zieht das falsche Fazit, dass deswegen die kasachische Regierung seine BTA-Bank aus politischen Gründen enteignete.

Petruschowa verschweigt dabei, dass dem Oligarchen das politische Asyl in Großbritannien verweigert wurde. Verschweigt darüber hinaus, dass die Nationalisierung der BTA-Bank eine notwendige Maßnahme war. Sie wurde durchgeführt, nachdem Abljasow, der ehemalige Chef der BTA-Bank, die Bankkunden beraubt hatte. Er entwendete das Geld der Anleger im Laufe einiger Jahre unrechtmäßig. Die Probleme der Bank wurden offensichtlich im Jahr 2009, als die Weltfinanzkrise ausbrach. Das war praktisch die Bankenpleite. Der Staat wollte aber kein Domino-Effekt und Vertrauensverlust seitens der Bevölkerung gegenüber dem Bankensystem allgemein und musste deshalb große Summen zur Unterstützung der Bank ausgeben. Abljasow wartete natürlich nicht, bis der Finanzcheck durchgeführt wurde, da er ahnte, welche Folgen auf ihn zukommen werden.

Laut Schätzung der Strafverfolgungsbehörden transferierte Abljasow mehr als 5 Milliarden US-Dollar aus dem Bankvermögen auf Offshore-Konten. Dies wurde durch ein Londoner Gericht bewiesen. Außerdem ordnete das Gericht an, dass das Geld zurückgeholt und das ganze Vermögen des Oligarchen beschlagnahmt werden sollte. Es sind nicht nur kasachische Kunden Abljasows Opfer geworden, sondern auch internationale und britischen Institute, die Kredite an die BTA-Bank vergegeben hatten.

Abljasow wollte das Geld nicht verlieren und versuchte mit allen möglichen Mitteln, die Aktiva zu verstecken. Dafür wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt. Abljasow floh jedoch davor. Trotz allen Fakten und mehrjährigen Ermittlungen und Gerichtsentscheidungen behauptet Journalistin Petruschowa, Abljasow sei unschuldig.

Hier kommt die Frage auf, warum Frau Petruschowa den Oligarchen Abljasow unterstützt? Es ist offensichtlich, dass sie von ihm bezahlt wird und alle ihren Artikel sind Teil der Informationspolitik des Verbrechers, die zur Vermeidung seiner strafrechtlichen Verantwortung beitragen sollen. Nach Auftrag erscheinen ihre Publikationen mit der Kritik an Kasachstan und Russland, die die Auslieferung von Abljasow verlangen. Die Beschuldigungen gegenüber Frankreich und Großbritannien in der Befangenheit sind deswegen veröffentlicht worden. Petruschowa ist für die Pressearbeit des kriminellen Teams von Abljasow verantwortlich. Sie war früher mit Bachitschan Ketebajew verheiratet, der ein Vertrauter von Abljasow war. Er war für die Pressearbeit mit den von Abljasow kontrollierten Massenmedien zuständig. Danach hatte Bachitschan andere Aufgaben. Die Zeitung „Respublika‘" wurde von seinem Bruder Muratbek Ketebajew kontrolliert. Formelle Leiterin der Zeitung war Irina Petruschowa, die später Muratbek heiratete.


©picture-alliance/dpa/T.Kazangapov
Foto : dpa
ukrinform.de
Die Pressesprecherin des teuflischen Herrn Abljasow: Irina
Petruschowa


Konstantin Laffenbach
Ende September 2016
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