Die europäischen Medien veröffentlichen regelmäßig Artikel zugunsten bestimmter Dissidenten. Dabei stellte sich heraus, dass die überwiegende Mehrheit der den flüchtenden Verbrechern gewidmeten Publikationen ihnen zu Gute kommen. Nehmen wir das Beispiel von Kasachstan.
Die europäischen Medien berichten aus dem Land seit langem über Muchtar Abljasow, Roh Schalabajew, Alexander Pawlow, Irina Petruschowa, Muratbek und Bachytschan Ketebajew, Victor und Iljas Chrapunow, Leila Beketow, Igor Vinyavskiy und einige andere bunte Charaktere. Alle von ihnen haben sich ausnahmslos als Gegner der Behörden in Kasachstan positioniert. Und aus diesem einfachen Grund fühlen sie sich wohl in der Europäischen Union, von der dortigen Öffentlichkeit als Demokraten und Bürgerrechtler wahrgenommen.
In der Tat, eine einfache Aufzählung der Namen erzeugt ein Gefühl von einer Massenprotestbewegung in Kasachstan. Es besteht der Wunsch, die Menschen zu unterstützen, um die Entwicklung der Zivilgesellschaft in Kasachstan zu beschleunigen. Aber es gibt eine kleine Einschränkung, auf die hinzuweisen ist. Alle oben genannten Personen und viele andere angebliche Menschenrechtsaktivisten sind Teil einer organisierten kriminellen Gruppe um den flüchtigen Oligarchen Muchtar Abljasow.

Diese kriminelle Struktur ähnelt der italienischen Mafia mit der Ausnahme, dass sie sich in erster Linie mit Finanzbetrug befasst. Doch die angewandten Methoden sind ähnlich. Insbesondere entwickelte Abljasow die Idee von der Etablierung der Gewerkschaften, die die Grundlage für die italienische Mafia waren. Zudem schuf er die nicht registrierte Partei "Alga" in Kasachstan. Warum eine nicht eingetragene? Ja, denn es gab keinen Zweck, dass diese legalisiert werden sollte.
So schuf Abljasow eine nichtsystemische Opposition, die nur einem Zweck dienen sollte, nämlich einen Schutz vor Strafverfolgung zu schaffen. In diesem kriminellen Imperium hatte jeder seine eigene Rolle. Stellvertretender Vorsitzender des Koordinierungsausschusses von "Alga" ist Muratbek Ketebajew. Sein jüngerer Bruder Bachytschan ist für die kontrollierten Medien verantwortlich.

Muchtar Abljasows Tochter heiratete den Sohn des Ex-Magnaten und der Besitzerin der Schmuckfirma Leila Beketowa. Beketowa ist die Ehefrau des ehemaligen Bürgermeisters von Almaty Victor Chrapunow, der mit seinem Sohn Ilyas in der Schweiz lebt.
Roh Schalabajew ist der Schatzmeister Abljasows. Alexander Pawlow ist Leiter des Sicherheitsdienstes und Igor Vinyavskiy ein persönlicher Journalist Abljasows. Es ist klar, dass dies nicht das gesamte Unternehmen darstellt. Der Kampf in den Medien wird durch die Stiftung "Offener-Dialog" unter der Leitung von Ljudmila Kozlovskaja unterstützt. Dabei soll die Wiederherstellung eines positiven Bildes von Muchtar Abljasow erreicht werden.

Kurz gesagt, die große und freundliche Familie versucht in der EU in allen Angelegenheiten im Zusammenhang mit Kasachstan die Themen zu besetzen.
Es muss aber deutlich gesagt werden, dass Abljasow trotz seiner Milliarden und seinem riesigen Personal jetzt in einem französischen Gefängnis wegen des Diebstahls von Milliarden von US-Dollar in Untersuchungshaft sitzt. Und diese Tatsache ist nicht nur durch die französische Justiz, sondern auch den High Court von London bestätigt worden.
Politisches Asyl haben die Mitglieder der kriminellen Bande Anna Pawlowa und Muratbek Ketebajew in Spanien und Polen erhalten.
Weder Spanien noch Polen haben die Situation komplex genug betrachtet, machten den gleichen Fehler, welchen das Vereinigte Königreich vor einiger Zeit beging. Denn auch die Regierung in London wies Herrn Abljasow zunächst den Status eines politischen Flüchtlings zu. Aber nach einem Gerichtsverfahren, das mehrere Jahre gedauert hat, wurde der Oligarch zu 22 Monaten Gefängnis wegen Missachtung des Gerichts verurteilt.
Die Intention der Täter war es, das gestohlene Geld zu verstecken, das gesamte Anwesen zu verkaufen und Immobilien an andere Menschen zu übertragen. Daher unternahm das Gericht drastische Maßnahmen, die alles Eigentum und Kapital von Abljasow konfiszierte und Schritte unternahm, um Mittel an die geschädigte Bank zurückzuführen. Ein englisches Gericht hat festgestellt, dass der Diebstahl der Gelder durch ein speziell dafür gegründetes Off-Shore-Unternehmen durchgeführt wurde. In der Tat ist der Umfang der kriminellen Aktivitäten Abljasows nicht nur auf Kasachstan beschränkt. Der Oligarch hat sein Erbe in Russland, der Ukraine, in Kirgisistan, Lettland und anderen Ländern hinterlassen. Russland und die Ukraine, die am stärksten betroffenen und geschädigten Staaten, appellierten an Frankreich, Abljasow auszuliefern. Nach letzter Anhörung vor Gericht in Frankreich zu urteilen, wird Abljasow bald nach Moskau ausgeliefert. Dies bestätigt erneut, dass in diesem Fall kein politisches Motiv vorliegt.

Abljasow wird verlieren, und er weiß es. Seine Tasche voller Geld ist bald erschöpft. Vor kurzem wurden Aktiva von Chrapunow und Abljasow in den Vereinigten Staaten eingefroren. Riesige finanzielle Mittel wurden entdeckt, die der Rechnungshof des US-Bundesstaates Kalifornien den Ansprüchen der kasachstanischen Behörden zuordnet.
Als Folge der Intervention der kasachstanischen BTA-Bank sowie des Akimates von Almaty und dem Justizministerium der Republik wurde die Übertragung von Mitteln blockiert. Derzeit arbeiten das Bundesgericht und ein Gericht des Staates New York daran, dass das in den USA eingefrorene Geld nach Kasachstan zurückkehrt.

In der Regel reagiert der Abljasow-Chrapunow-Klan auf die Anschuldigungen nicht. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Gerüchte über einen Bankrott dieser einst sehr reichen Familien in der Welt sind.
Über jede Aufdeckung ihrer kriminellen Taten entrüsten sich die Verbrecher. Leila Beketow, Muratbek Ketebajew und andere Mitarbeiter des Klans beschmutzen Kasachstan regelmäßig durch ihre Äußerungen in der europäischen Öffentlichkeit. In diesem Zusammenhang ist es notwendig an die Ereignisse zu erinnern, die im Jahr 2010 in Kasachstan stattfanden. Die Partei "Alga" provozierte zu Krawallen in Schanaözen, die in Banditenangriffen auf Geldautomaten eskalierten sowie Geschäfte und öffentliche Einrichtungen zerstörten. Es ist bemerkenswert, dass zu dieser Zeit Abljasow eine vernichtende Niederlage vor einem Londoner Gericht einzustecken hatte. Bachytschan Ketebajew, ehemaliger Leiter des Kanal "K +", der zum Abljasow-Imperium gehörte, organisierte am Tag vor den tragischen Ereignissen eine Talkshow mit der Überschrift "Wird Blut in Schanaözen vergossen werden?" Eine Reihe von Politikern, auch aus Europa, wie Paul Murphy beispielsweise, wusste im Voraus über die bevorstehenden Pogrome Bescheid.

Die Assistenten Abljasows, wie sein Sicherheitschef Alexander Pawlow und Muratbek Ketebajew führten die komplexen und heiklen Pläne des Oligarchen, wie Terroranschläge in Kasachstan, durch.
Die kasachstanische Staatsanwaltschaft stellte fest, dass "für die Organisation von Terrorakten Pawlow Mittel in Höhe von 25.000 US-Dollar zugeteilt wurden, von denen der Vollstrecker 15.000 US-Dollar erhielt." Insbesondere haben es Versuche gegeben, Kontakte mit radikalen religiösen Gruppen zu etablieren.
Heute ist Kasachstan in der Zielscheibe eines neuen Informationsangriffs. Und das „Abljasow Team" spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. Doch all ihre Versuche Kasachstan zu destabilisieren sind gescheitert.

Der Abljasow-Klan ist an den Destabilisierungsversuchen in
Kasachstan beteiligt


Christian Hellberg
Mitte Juli 2016
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