Eurasien - Politik

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In heutiger instabiler Wirtschaftslage in der Welt schenken viele europäische Geschäftsleute mehr Aufmerksamkeit gegenüber Zentralasien und seinem regionalen Führer, dem Präsidenten der Republik Kasachstan.

Die Experten und Beobachter behaupten, dass Kasachstan eine flexible Wirtschaft mit großem Produktionspotential hat und für ausländische Direktinvestitionen attraktiv ist. Anfang der 1990er Jahre betrug das BIP pro Kopf nur 700 US-Dollar, heute hingegen sind es 13600 US-Dollar. Insgesamt wurden innerhalb dieses Zeitraums mehr als 150 Milliarden US-Dollar in die eurasische Republik investiert.

Die wichtigste Aufgabe derzeit ist die Diversifizierung der heimischen Wirtschaft, was im Rahmen des Programms für die industriell-innovative Entwicklung und des Programms „Nurly Zhol" realisiert wird. Gleichzeitig wurde Anfang 2015 unter den Bedingungen der wachsenden Weltwirtschaftskrise der Nationsplan „100 Schritte zur Realisierung der fünf institutionellen Reformen" angenommen.

Diese Programme bringen schon positive Ergebnisse. Im Laufe des Jahres 2015 wurden 120 Projekte mit einem Volumen von 2,6 Milliarden US-Dollar eingeleitet, etwa 10000 neue Arbeitsplätze geschaffen und mehr als 10000 neue Wohneinheiten gebaut.

Es wurden Bedingungen geschaffen, damit die Investitionen nicht nur in den Öl-, Gas- und Bergbausektor fließen, sondern auch in die Verarbeitungsindustrie. Und hier werden den Investoren viele Möglichkeiten angeboten.

Die Instabilität des Weltfinanzsystems und die Stärkung der pessimistischen Stimmung im wirtschaftlichen Bereich in den Jahren 2014-2015 zwangen eine Reihe von Exportländern ihre Fiskalpolitik zu korrigieren. In Kasachstan wurde seit August 2015 ein Floating-Kurs für die nationale Währung Tenge eingeführt. Diese Maßnahme sollte die Bedingungen für die sozialen Ausgaben, die Erhaltung der bestehenden Arbeitsplätze, die Industrieproduktion und die Aufrechterhaltung des vorhandenen Volumens von ausländischen Investitionen schaffen.

Die zumeist optimistischen Erwartungen verbindet man in Bezug auf die Entwicklung bilateraler wirtschaftlicher Beziehungen mit Kasachstan mit dem Beitritt des Landes zur Welthandelsorganisation (WTO). Wie die Geschäftsleute meinen, ermöglicht dieser Beitritt flexible Mechanismen bei den vorhandenen Verträgen zu verwenden und die Möglichkeiten für gegenseitige Investitionen zu erweitern. In der aktuellen Turbulenzlage auf den internationalen Finanzmärkten schafft Kasachstan die maximalen Voraussetzungen dafür. Die Republik ist auf den weiteren Ausbau der Beziehungen mit den Nachbarländern eingestellt: China, Russland, Iran, Mongolei, Indien, Pakistan, den Ländern Zentralasiens und des Südlichen Kaukasus. Astana beabsichtigt seine Partner im Rahmen der Eurasischen Wirtschaftsunion einzubeziehen und Verträge über den freien Handel mit anderen Märkten abzuschließen.

Einer der Vorteile Kasachstans ist der effektive Mechanismus für das rechtzeitige Reagieren auf die wirtschaftlichen Probleme in der Welt. Auf der 70. Sitzung der UNO-Vollversammlung schlug der kasachische Präsident die Idee von einem Wirtschaftsregulator vor, einem Rat für die globale Entwicklung, der den wirtschaftlichen und sozialen Rat der Vereinten Nationen vereinigen und damit entsprechende Antworten auf die heutigen Herausforderungen ausarbeiten soll.

Kasachstan belegt aktuell den 77. Platz von 189 Nationen im „Ease of Doing Business Ranking" der Weltbank und überholte damit China, das auf dem 90. Platz liegt.

Kasachstan ist dank seiner geografischen Lage sehr attraktiv für ausländische Geschäftsleute. Durch das Territorium des Landes erstrecken sich fünf internationale Transportrouten: der Nordkorridor des Transasiatischen Eisenbahnnetzes, der Südkorridor des Transasiatischen Eisenbahnnetzes, der Zentrale (Mittelasiatische) Transportkorridor, der Nord/Süd-Korridor sowie TRACECA, der „Transport Corridor Europe-Caucasia". Zurzeit wird aktiv auch an dem Projekt der Fernverkehrsstraße „Westchina – Westeuropa" gearbeitet, dessen längster Abschnitt durch Kasachstan verläuft.

Von Jahr zu Jahr trägt Kasachstan zur Stärkung der Stabilität in der Welt bei. Der Auftritt Kasachstans auf der Weltbühne wird selbstbewusster, was an der gewachsenen Geschäftsaktivität des Landes und seiner Wirtschaftsstrukturen liegt.

Am 16. Dezember wurde in Kasachstan der Tag der Unabhängigkeit gefeiert. An diesem Tag im Jahre 1991 wurde in der zentralasiatischen Republik das Verfassungsgesetz über die Unabhängigkeit des Landes verabschiedet. Während kurzer Zeit wurden in Kasachstan die Hauptelemente des modernen, demokratischen und sich dynamisch entwickelnden Staates geschaffen.

Ausländische Beobachter bestätigen, dass die Republik ihr 25. Jubiläum mit gesicherter politischen und wirtschaftlichen Stabilität im Land feiern wird. Der innerhalb kurzer Zeit geleistete Staatsaufbau zeugt von der Richtigkeit der strategischen Planung, was als positives Beispiel für andere Länder dienen kann.  


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Die Attraktivität von Kasachstan als Wirtschaftsstandort



Konstantin Laffenbach
Anfang Januar 2016
ernst-christen.ch