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Ein Londoner Gericht verurteilte Ex-Bankier Abljasow auf Erstattung von 400 Millionen US-Dollar zugunsten der kasachischen BTA-Bank

Der Ex-Vorstandvorsitzende der kasachischen BTA-Bank, Muchtar Abljasow, war am 31. Juli d.J. an der französischen Riviera verhaftet worden. Zurzeit entscheidet das Berufungsgericht der Stadt Aix-en-Provence über seine Auslieferung.

Am 26. November befasste sich das Oberste Gericht Londons mit dem Ersuchen der kasachischen BTA-Bank, von dem flüchtigen Ex-Vorstandsvorsitzenden Abljasow 400 Millionen US-Dollar als Schadenersatz zu fordern.

Herr Abljasow organisierte eine Serie von unseriösen Geschäften, mit deren Hilfe die Investitionsmittel der BTA-Bank in Höhe von ca. 300 Millionen US-Dollar in einige Briefkastenfirmen auf den Britischen Jungferninseln überwiesen wurden. Nach Gerichtsentscheidung trägt Abljasow die persönliche Verantwortung für die ungesetzliche Unterschlagung von Investitionen. Zudem ist er auch an der Ausfertigung von gefälschten Dokumenten beteiligt, die nachträglich geändert wurden, um die abgeschlossenen Verträge zu rechtfertigen.

Der Vorsitzende Richter erkannte die Argumente der Verteidigung von Abljasow nicht an und verpflichtete den Ex-Bankier, Schadenersatz zugunsten der BTA-Bank zu leisten. Der geschäftsführende Direktor der BTA-Bank, Pawel Prossjankin, begrüßte das Gerichtsurteil.

Der Ex-Vorstandsvorsitzende der BTA-Bank mit kasachischer Staatsangehörigkeit war in Südfrankreich verhaftet worden. Die Auslieferung des Ex-Bankiers erstreiten derzeit drei Länder, wobei es kein Auslieferungsabkommen zwischen Kasachstan und Frankreich gibt und die Auslieferung nach Russland möglich ist, jedoch existieren hier einige Beschränkungen. Infolgedessen wird die Möglichkeit der Auslieferung Abljasows in erster Linie an die Ukraine in Frage gekommen.

Die Entscheidung über die Auslieferung kann eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Laut Angaben der Massenmedien ist die Entscheidung bezüglich der Auslieferung Abljasows an die Ukraine auf den 5. Dezember 2013 verlegt worden.

Londoner Gericht verpflichtete Abljasow, Kasachstan 294 Million US-Dollar zurückzuzahlen

Nach Angaben der Agentur Bloomberg verpflichtete das Londoner Oberste Gericht den Ex-Chef der BTA-Bank Muchtar Abljasow, der kasachischen Seite 294 Millionen US-Dollar aufgrund von ungesetzlichen Transaktionen zurückzuzahlen. Der größte Aktionär der BTA-Bank ist die Regierung von Kasachstan, die durch den nationalen Fond „Samruk-Kasyna" einen Aktienanteil von 97,26 Prozent hält.

Das Oberste Gericht Londons gab den Klagen der BTA-Bank statt und klagte von Abljasow fast 4 Milliarden US-Dollar ein. Jetzt befindet sich die BTA-Bank im Prozess der Anerkennung und Erfüllung der letzten Gerichtsentscheidungen.

Links:

http://ria.ru/world/20131126/979919980.html

http://news.mail.ru/inworld/kazakhstan/society/15826094/

Ein Londoner Gericht verurteilte Ex-Bankier Abljasow auf
Erstattung von 400 Millionen US-Dollar zugunsten der
kasachischen BTA-Bank

Christian Hellberg
02.12.2013